Stadtentwicklung

Kein Radweg in der Brunnenstraße

Immer mehr Menschen nutzen das Fahrrad, um in der Stadt voranzukommen. Das gilt auch fürs Brunnenviertel. Auf der Bernauer Straße gibt es schon lange einen gut genutzten Radweg. Auf der Brunnenstraße, der zweiten großen Straße im Kiez, endet der Radweg jedoch genau an der Kiezgrenze in Alt-Mitte und das wird auch noch eine Weile so bleiben.

Der Radweg in der Brunnenstraße endet an der Grenze zum Brunnenviertel. Das wird zunächst auch so bleiben. Foto: Dominique Hensel
Der Radweg in der Brunnenstraße endet an der Grenze zum Brunnenviertel. Das wird zunächst auch so bleiben. Foto: Dominique Hensel

Auch im Wedding hat sich die Infrastruktur für Radfahrende in den letzten Jahren verbessert: etwa in der Reinickendorfer Straße oder in der der Amrumer Straße. Kürzlich hat ein Teilstück der Müllerstraße den lange geplanten abgepollerten Streifen für Radler bekommen; die Planungen für die Verlängerung dieses Radweges sollen im kommenden Jahr beginnen. Doch nicht auf allen Straßen gibt es diese Verbesserung für den Radverkehr, zum Beispiel in der Brunnenstraße.

Auf dem Abschnitt in Alt-Mitte gibt es zwar einen Radweg. Er verläuft auf dem Gehweg und endet an der Bernauer Straße direkt an der Kiezgrenze zum Brunnenviertel. Auf Weddinger Seite gibt es jedoch keinen Radweg. Auf Nachfrage beim Bezirksamt ist zu erfahren, dass sich an der Situation so schnell nichts ändern wird. „Die Brunnenstraße ist Teil des übergeordneten Straßennetzes nach Stadtentwicklungsplan Mobilität und Verkehr 2030. Weiterhin wird die Brunnenstraße in den Plandarstellungen zum Radverkehrsplan als Vorrangnetz deklariert“, erklärt Danilo Hafer von der Pressestelle des Bezirks. Damit sei die Schaffung von Radverkehrsanlagen von 2,5 Metern Breite vorgesehen. Allerdings sehen Vorgaben der Senatsverkehrsverwaltung zunächst „Anpassungen in den Seitenbereichen vor“. In der Brunnenstraße ist also baulich noch etwas zu tun, bevor eine Radspur eingerichtet werden kann.

Der Bezirk wolle sich laut Danilo Hafer bis 2024 aber auf schnell umsetzbare Maßnahmen in Nebenstraßen konzentrieren, „um möglichst schnell gut nutzbare, durchgängige Radrouten zu schaffen“. Die Einrichtung eines Radweges in der Brunnenstraße werde demnach erst nach 2025 erfolgen. Das Prinzip der schnell umsetzbaren Maßnahmen, die sichtbare Veränderungen bringen, ist auch das Konzept der zuständigen Bezirksstadträtin Almut Neumann. „Zentral ist der Fokus auf einfache Maßnahmen mit viel Wirkung. Also: Farbe, Poller und Radbügel statt langwierige Tiefbaumaßnahmen. So geht’s voran!“, schreibt sie auf ihrem Instagram-Kanal. Der Radweg auf der Brunnenstraße gehört nicht zu diesen leicht umzusetzenden Maßnahmen und lässt daher weiter auf sich warten.

Text und Foto: Dominique Hensel

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