Nachbarschaft

Ein Haus für jede Gelegenheit

Die Pläne für die Erweiterung des Olof-Palme-Zentrums in der Demminer Straße 28 werden Stück für Stück konkreter. Klar ist bereits, dass der ergänzende Neubau flexibel nutzbar sein soll, wie Jochen Uhländer sagt. Der Leiter des Nachbarschaftszentrums findet den Neubau schon jetzt toll.

Der Plan für den Neubau des Anbaus in der Demminer Straße 28. Foto: Andrei Schnell

Das Olof-Palme-Zentrum (OPZ) wird größer, ein Anbau ist derzeit in Planung. Im Fenster des Nachbarschaftstreffs in der Demminer Straße hängt bereits jetzt eine Architektenzeichnung, die zeigt, wie der kommende Zusatzbau aussehen soll. „Das ist ein erster Entwurf, noch unter Vorbehalt“, sagt Jochen Uhländer. Er leitet das Nachbarschaftszentrum in dem weißen, zweigeschossigen Gebäude. Doch auch wenn noch nicht die Gestaltung der letzten Klinke entschieden ist, will er schon jetzt die Nachbarschaft informieren. Und seine Freude über den Neubau mit ihnen teilen. Das neue Haus wird wie eine Allwetter-Jacke werden: passend für jeden Zweck. „Der Erweiterungsbau sollte genauso flexibel sein wie der Altbau“, sagt Jochen Uhländer über den Auftrag an die Architekten.

Das Büro Wiechers Beck Architekten hat bei ihren Ideen für den Neubau gegenüber dem OBI-Baumarkt auch Vorschläge der Anwohner aufgegriffen. So haben sie zum Beispiel eine Dachterrasse eingefügt. Das neue Haus ist nicht einfach ein zweiter Flachbau neben dem bisherigen Gebäude. Die Zeichnungen zeigen, wie das zusätzliche Haus aussehen soll. Es wird an einer Stelle mit drei Etagen höher als der Altbau, eine andere Stelle wird mit einer Etage niedriger als das bestehende Gebäude sein.

Vorsprünge und Aussparungen wird es ebenfalls geben. So füge sich das Haus gut in die Umgebung ein, sagt Jochen Uhländer. Die Miethäuser der degewo folgten in der Demminer Straße ja auch nicht streng der Straßenflucht. Und sie wichen in der Form auch vom gleichmäßigen Quader ab. Im Eingang des neuen OPZ werde es viel Glas geben. Das Erdgeschoss könne Platz bieten für ein Nachbarschafts-Café, in den oberen Etagen sind kleine und größere Seminarräume und einen Saal geplant, erklärt der Nachbarschaftsmanager die Zeichnungen. Ob Bewegungsangebot in großer Gruppe oder Workshop in kleiner Runde, das Haus werde für alle Angebote passende Räume haben, eben flexibel sein.

„Wir werden künftig zielgruppenspezifisch Angebote machen können“, sagt Jochen Uhländer. Er meint damit, dass im Altbau vor allem Jugendräume eingerichtet werden, die auch optisch junge Leute ansprechen. Und gleichzeitig können die Räume im Neubau nach den Bedürfnissen der Erwachsenen gestaltet werden. Bislang verlangt die gemeinsame Nutzung durch Jugend und Nachbarschaft schmucklose Mehrzweckräume.

Die neue Situation bedeute aber nicht, dass künftig Jugend und Nachbarschaft strikt getrennt werden. Jochen Uhländer betont das Wort „mehrheitlich“. Der Altbau ist mehrheitlich für die Jugend, der Neubau mehrheitlich für Nachbarschaft gedacht. „Das schließt nicht aus, die Räume beider Häuser gegenseitig zu nutzen“. Genau dafür sei der Neubau nach aktuellem Stand der Planungen auch perfekt ausgerichtet. Es werde möglich sein, die Räume der drei Etagen gleichzeitig zu nutzen, ohne dass die jeweiligen Gruppen einander stören. Ein Haus, das immer passt, so die Erwartung. Außerdem strebt das OPZ eine engere Zusammenarbeit mit der Vineta-Grundschule an. Wenn der Zaun zur Schule fallen würde, dann gäbe es eine direkte Verbindung. Ein Campus könnte entstehen.

Insgesamt 3,8 Millionen Euro sind nach jetzigem Stand für den Neubau vorgesehen. Das Geld stellt die Gemeinschaftsinitiative des Senats bereit. Das ist ein Förderprogramm, bei dem mehrere Senatsverwaltungen Projekte gemeinsam anschieben. Die Erweiterung des Olof-Palme-Zentrums hat die Grundidee der Gemeinschaftsinitiative gut ausgefüllt, weil mit dem Campus-Gedanken Nachbarschaft, Schule und Jugend zusammen profitieren.

Letzte Abstimmungen zu den Plänen standen zu Redaktionsschluss noch aus. Baubeginn soll im kommenden Herbst sein. Die Eröffnung der zusätzlichen Räume ist für Ende 2025 geplant.

Text und Foto: Andrei Schnell

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