Veranstaltungstipps

Alltag vor 30 Jahren – Zeitzeugen berichten

Das Geschichtsprojekt „Anno erzählt lädt zu zwei Gesprächen mit je einem Zeitzeugen ein, die aufgrund ihrer Berufe Einblicke in die Geschichte des Brunnenviertels geben können. Am Samstag, den 25. September kommt der langjährige stellvertretende Schulleiter des früheren Ranke-Gymnasiums Herr Sauer zu einem Geschichtscafé. Am Samstag, den 2. Oktober ist Gerhard Specht, Chef vom Dienst beim RIAS-TV, zu Gast. Beide Veranstaltungen beginnen um 14 Uhr. (fällt aus!)

Herr Sauer arbeitete bereits vor dem Umzug von der Lütticher Straße in die Swinemünder Straße an der Ranke-Schule. Er kennt die „rote Ranke‟ aus den 1970er Jahren mit Streiks und Jugendprotesten und das etablierte Gymnasium nach dem Umzug 1976. Er berichtet aus dem Innenleben der Schule, aus dem Schulalltag und dem Ende, das mit der Zusammenlegung mit dem Diesterweg-Gymnasium kam.

Veranstaltung fällt wegen Erkrankung des Referenten aus! Gerhard Specht gehört zu den Pionieren des 1988 gestarteten, staatlichen Senders RIAS-TV. Die Sendungen zielten auf Zuschauer hinter dem eisernen Vorhang. Es ist leicht vorstellbar, dass die Regierung in Ostberlin die Arbeit der Journalisten behinderte, so dass es schwierig war an, Bildmaterial zu kommen. Wie die jungen Journalisten mit dieser Situation umgingen, wie der junge Sender argwöhnisch vom etablierten SFB (Sender Freies Berlin, öffentlich-rechtlicher Vorgänger des RBB) beobachtet wurde, wie der Glücksfall Mauerfall vom Sender aufgegriffen wurde – all das erzählt Gerhard Specht. RIAS-TV – Abkürzung für Rundfunk im amerikanischen Sektor – sendete von der Voltastraße aus. Nachfolger des Senders wurde ab 1992 die Deutsche Welle, die seitdem vor dort aus Nachrichtensendungen produziert.

Ort der Geschichtscafés sind die Musikschule „Fanny Hensel“ in der Swinemünder Straße (25.9.) und das Familienzentrum Wattstraße (2.10.). Nach einer Interviewrunde können die Gäste den Zeitzeugen Fragen stellen. Für die Veranstaltungen wird um Anmeldung gebeten (annoerzaehlt@brunnenviertel.de), die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Geschichtswerkstatt „Anno erzählt“, die wegen Corona mit ihren Geschichtscafés pausieren musste, will in diesem Jahr noch einiges nachholen. Bereits in Planung ist eine architektonische Stadtführung durch das Brunnenviertel. Christian Kloss vom Verein Urbanophil soll während eines Spaziergangs auf frühe Beispiele späterer Architekturentwicklung hinweisen. Die Termine werden hier oder auf der Seite der Geschichtswerkstatt bekanntgegeben: www.annoerzaehlt.com

Text und Grafiken: Anno erzählt

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