Mitmachprojekte

Meine Stimme für die Politik

Im September wählen die Erwachsenen, aber auch die Meinung der Kinder ist gefragt. Was die Jugendwahl ist und wie sie funktioniert, schreibt unser Autor.

Viele Kinder aus meiner Klasse sind politisch uninteressiert. Vielleicht ist das so, weil sie das Gefühl haben, dass sie nicht mitbestimmen können, wer in der Politik das Sagen hat. Deswegen finde ich die U18-Wahl gut. Bei dieser Jugendwahl können auch unter 18-Jährige ihren Zettel in die Wahlurne werfen. Dieses Jahr ist ein Superwahljahr. Das bedeutet auch, dass mehrere Wahlen an einem Tag stattfinden. Die Erwachsenen in der Hauptstadt wählen am 26. September eine neue Bundesregierung sowie eine neue Regierung für Berlin. Auch Kinder und Jugendliche dürfen bei diesen beiden Wahlen ihr Kreuz machen und sich zwischen den verschiedenen Parteien entscheiden.

Zur U8? Autor Jakob mag Züge, aber er findet es auch wichtig, zur U18 zu gehen. Zur Jugendwahl. Zeichnung: Jakob Hensel
Zur U8? Autor Jakob mag Züge, aber er findet es auch wichtig, zur U18 zu gehen. Zur Jugendwahl. Zeichnung: Jakob Hensel

Die U18-Wahl findet jedoch bereits am 17. September statt. Im Brunnenviertel wird es mindestens zwei Wahllokale geben: im Olof-Palme-Zentrum in der Demminer Straße 28 und im Freizeiteck in der Graunstraße 28. Die dort abgegebenen Stimmen werden gezählt, haben allerdings keinerlei Auswirkungen auf die eigentliche Wahl. Trotzdem ist es auch für die Parteien interessant, was die nächste Generation wählt. Auf der Internetseite der U18-Wahl lässt sich das Ergebnis der Wahl hinterher nachlesen. Sie ist unter der Adresse www.u18.org erreichbar.

Ich denke, dass die U18-Wahl eine gute Gelegenheit ist, Kinder und Jugendliche für Politik zu interessieren. In manchen Schulen gibt es Unterrichtsstunden, in denen die Wahl veranstaltet und vorbereitet wird oder in denen es Informationen dazu gibt. So kann man lernen, wie das politische System funktioniert. In meiner Schule habe ich das auch vorgeschlagen.

Meine erste U18-Wahl habe ich mit vier Jahren gemacht. Damals bin ich mit meinen älteren Schwestern mitgegangen. Ich habe mein Kreuz bestimmt völlig willkürlich gesetzt. Aber ich habe einen U18-Button bekommen, der bis heute an meiner Gardine hängt. Seit meiner ersten Jugendwahl habe ich mich viel für Politik interessiert. Ich weiß jetzt schon, welche Partei ich am 17. September wähle. Das verrate ich allerdings nicht, da ein Wahlgeheimnis besteht.

Text und Zeichnung: Jakob Hensel (12 Jahre)

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