Historisches

Gestern und heute: Bärbel-Bohley-Ring

historischer Blick

Stelle, an dem sich heute der Bärbel-Bohley-Ring befindet.

Blick von der Schwedter/Ecke Kopenhagener Straße (Prenzlauer Berg) über die Gleise des Güterbahnhofs der Nordbahn, zu den Seitenflügeln der Wohnhäuser der Ramlerstraße im Jahre 1916 und heute. Ein historischer Bildervergleich von Ralf Schmiedecke.

Jenseits des linken Bildrandes befindet sich der Gleimtunnel. Auf dem historischen Foto sind rechts der Turm der alten Himmelfahrtkirche im Humboldthain sowie die Swinemünder Brücke (im Volksmund Millionenbrücke) zu sehen. Während der Sanierung des Brunnenviertels wurden viele Wohnhäuser der Ramlerstraße zur Ringbahn abgerissen. Hier entstand in den 1980er Jahren nur noch eine Blockrandbebauung.

Auf dem stillgelegten Güterbahngelände erwuchsen im einstigen Schatten der Berliner Mauer der 1992 entstandene Mauerpark sowie im nördlichen Teil 2016/17 die Wohnblöcke am Bärbel-Bohley-Ring, der am 1. Juli 2016 seinen Namen bekam. Geehrt wird die Malerin und Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley (1945–2010), die eine Mitbegründerin des Neuen Forums in der DDR war. Nach der friedlichen Wende 1989 engagierte sie sich weiter politisch mit der Aufarbeitung des DDR-Unrechts im Allgemeinen sowie juristisch. Ihr Ehrengrab befindet sich auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof an der Chausseestraße.

Bärbel-Bohley-Ring

Der Bärbel-Bohley-Ring im Frühjahr 2019.

Text und Foto aktuell: Ralf Schmiedecke, Foto historisch: Sammlung Ralf Schmiedecke
Der Beitrag ist im Kiezmagazin brunnen, Ausgabe 4/2019 erschienen.

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