Mitmachprojekte

Eine Lobby für den Klimaschutz

Reden über Klimaschutz: Mitglieder der Bürgerlobby zu Besuch bei Oliver Krischer (2. von rechts). Er ist Mitglied des Bundes-​tags für Bündnis 90/Die Grünen. Autorin Kerstin Doerenbruch ist auf dem Foto die Zweite von links. Foto: Bärbel Winkler

Im Freizeiteck treffen sich einmal im Monat engagierte Menschen, um ihre Lobbyarbeit für den Klimaschutz zu planen. Kerstin Doerenbruch, Mitstreiterin in der „Bürgerlobby Klimaschutz Berlin“, stellt die Initiative vor.

Wir, etwa zehn Aktive aus Berlin, treffen uns seit fünf Jahren mit Abgeordneten des Bundestags, sprechen mit Redakteuren und schreiben Leserbriefe an Zeitungen, damit der Klimaschutz auf der politischen Agenda nach oben rückt. Wir kommen aus verschiedenen Teilen der Stadt, sind unterschiedlichster Profession und zwischen 25 und 55 Jahre alt. Einmal im Monat kommen wir zusammen, um voneinander zu lernen und die Abgeordnetengespräche zu planen. Durch das direkte Gespräch mit ihnen wollen wir die Kluft zwischen Wählern und Parlamentariern überbrücken.

Es hat den Anschein, dass der Klimaschutz in Deutschland bereits ein wichtiges Thema ist. Tatsächlich rutscht er in der politischen Debatte in den Hintergrund, sobald tagesaktuelle Themen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wir wollen die politische Debatte beleben und die Medienberichterstattung über den Klimaschutz anregen.

Unser Ziel ist es, wirksamen Klimaschutz wirtschaftlich zu erreichen. Wir treten für eine Erhöhung des EU-Klimaziels zur Emissionsminderung ein. Die zentrale Forderung unserer Lobbyarbeit ist der CO2-Preis. Alle CO2-Emissionen müssen national bepreist werden, damit Klimaschutz in allen Sektoren wirtschaftlich attraktiv wird. Wir schlagen als Verwendung der Einnahmen eine Klimadividende vor: Über eine Pro-Kopf Ausschüttung der Erlöse erfolgt ein sozialverträglicher Ausgleich. Insbesondere Familien und Geringverdiener profitieren unterm Strich.

Wir sind Teil einer internationalen, ehrenamtlich arbeitenden Initiative. Sie hat in den USA ihren Ursprung; dort sind es mehr als 60.000 Mitglieder. In Europa gibt es die Bürgerlobby in fünf Ländern. In Deutschland sind es etwa 50 aktive Gruppen. Unter der Internetadresse https://de.citizensclimatelobby.org/ gibt es weitere Informationen.

Bist du interessiert an der Lobbyarbeit für unser Klima? Dann komm vorbei. Wir treffen uns in der Regel an jedem vierten Donnerstag im Monat im Freizeiteck in der Graunstraße 28. Der nächste Termin ist der 26. September um 19 Uhr.

Text: Kerstin Doerenbruch
Der Text ist im Kiezmagazin „Eine Spielwiese für alle“ (Ausgabe 3/2019) erschienen.

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