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Winterrezept: Kürbis-Eintopf

Auf Märkten leuchtet ihre Farbe. Bücherregale und Internetforen quellen über vor Anleitungen, was man mit und aus ihnen machen kann. Hier ein wenig Botanik und Geschichte über eine uralte Kulturpflanze – den Kürbis. Dazu ein einfaches, leckeres Rezept für die kalte Jahreszeit.

Kürbis und andere Gemüsesorten

Foto: Dominique Hensel

Melonen, Gurken, Weintrauben, Tomaten, Johannisbeeren und Kürbisse haben etwas gemein: Botanisch sind ihre Früchte Beeren, da sich in ihrem Inneren, im Fruchtfleisch, Samen befinden. Die Kürbisse und Gurken sind sogenannte Panzerbeeren, weil ihre äußere Schale hart ist. Die Unterscheidung in Obst und Gemüse begründet sich übrigens in der Lebensdauer der Pflanzen: Gemüsepflanzen sind einjährig (Ausnahme: Spargel), Obstfrüchte stammen von mehrjährigen Pflanzen.

Der Kürbis (Cucurbita) ist eine uralte Kulturpflanze. Die Indianer Süd- und Mittelamerikas haben ihn schon vor etwa 10.000 Jahren angebaut. Der leuchtend rotorange Hokkaido-Kürbis mit seinem nussigen bis maroniartigen Geschmack geht auf Züchtungen des japanischen Gemüsezüchters Matsumoto Saichiro um 1933 zurück. In Europa wird der Hokkaido seit 1990 angebaut. Er kann bis in den Dezember hinein geerntet werden, ist gut lagerfähig und somit auch ein ideales Wintergemüse.

Allein, zu zweit, mit Freunden oder der Familie, am Lagerfeuer oder auf dem Herd gekocht – dieser Eintopf passt immer: bei kaltem, nassem Wetter, nach einer schönen Herbst- oder Winterwanderung, in der Adventszeit oder noch im neuen Jahr, aus besonderem Anlass oder einfach so:

Die Zutaten (für 4 Personen)

  • 500 g Hokkaido-Kürbis
  • 100 g Schalotten in Scheiben
  • 50 g Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stückchen Ingwerwurzel (etwa walnussgroß)
  • 4 Tomaten (außerhalb der Saison geschälte Tomaten aus der Dose nehmen)
  • 4–6 getrocknete Tomaten
  • Salz, weißer Pfeffer
  • Saft von vier Orangen
  • 1,5 l Rinderbrühe
Kürbissuppe

Foto: Beate Heyne

So wird’s gemacht

  • Rinderbrühe am besten selbst herstellen mit Beinscheibe oder Suppenfleisch – kurz im Topf anbraten, mit Wacholderbeeren, Zwiebel ergänzen, mit Wasser aufgießen und köcheln lassen (das Fleisch kleinschneiden und als Suppeneinlage verwenden), währenddessen:
  • Kürbis schälen, entkernen – das Fruchtfleisch in dickere Stücke schneiden, die Kerne trocknen und später knabbern
  • Knoblauch und Ingwer schälen – Knoblauch in Knoblauchpresse zerdrücken und Ingwer feinhacken
  • Tomaten mit heißem Wasser übergießen, häuten und halbieren, Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden, getrocknete Tomaten ebenfalls in Würfel schneiden
  • Butter erhitzen, Kürbis und Schalotten darin andünsten, Knoblauch und Ingwer kurz mitdünsten, frische und getrocknete Tomaten dazugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Orangensaft und Rinderbrühe aufgießen, leise köcheln lassen, abschmecken, fertig!

Empfehlung: Suppe nicht pürieren. Am zweiten Tag ist der Geschmack übrigens noch intensiver. Guten Appetit!

Variationen: Die Beigaben und Mengen nicht zu ernst nehmen, Varianten bereichern. Unentbehrlich sind jedoch Kürbis, die Tomaten in beiden Varianten sowie der Orangensaft und die Gewürze. Statt Rinderbrühe geht auch Gemüsebrühe. Möhren, Äpfel oder Quitten können ergänzt werden, ebenso ein wenig Porree und Chili – einfach ausprobieren! Dazu passt Rotwein (den kann man schon vorher aufmachen und ein Gläschen beim Kochen genießen), Baguettebrot und ein Löffel Schmand.

Text: Beate Heyne

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